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Auslandsbericht USA

Öffentlichkeitsarbeit:

Die Feuerwehr Stony Brook betreibt eine eigene Homepage die leider nicht ganz so oft aufgefrischt wird wie unsere. Alle notwendigen Informationen sind jedoch zu finden und es gibt einen internen Teil der Homepage, den nur Mitglieder erreichen können um Übungspläne usw. einzusehen.

 

Wie oben bereits berichtet, hat die Feuerwehr Stony Brook 82 Einsatzkräfte. Im Vergleich zur FF Stadt Lich mit aktuell 237 aktiven Frauen und Männern, scheint das recht wenig zu sein. Jedoch muss man sich vor Augen führen, dass es sich auch nur um zwei Standorte handelt und die Fläche, die abgedeckt werden muss, nicht so groß ist wie der Licher Bereich.

 

Allgemein genießt die freiwillige Feuerwehr in den USA ein sehr gutes Ansehen. Sogar die Privatwirtschaft verwendet das positive Image der freiwilligen Feuerwehr in Werbespots. In dem Werbespot eines Batterieherstellers wird neben dem Werben für das eigene Produkt darauf aufmerksam gemacht, dass 70% der Feuerwehrleute in den USA freiwillige sind. Eine Zahl, die in Deutschland noch weitaus höher ist (>95%). Es wäre auch für Deutschland wünschenswert solche Zahlen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Den Werbespot können Sie sich hier ansehen (die Verlinkung dieses Videos dient lediglich der Untermalung des Ansehens der freiwilligen Feuerwehren in den USA. Wir verfolgen keine kommerziellen Zwecke!)

 

Was gehört noch zur Öffentlichkeitsarbeit? Natürlich der jährlich stattfindende Tag der offenen Tür. Aufmerksam geworden auf diese Veranstaltung bin ich durch eine große Werbetafel am Straßenrand. Die Kollegen haben sich für ihren Tag der offenen Tür, genauso wie wir es auch immer wieder tun, ziemlich ins Zeug gelegt. Ausstellung aller Fahrzeuge, insgesamt drei spannende Vorführungen, Essen und trinken umsonst, eine Geschenktüte für Kinder und Jugendliche und und und...

 

Die Vorführungen umfassten das Schaffen einer Entlüftungsöffnung auf einem "Dach", das Zerschneiden eines Autos sowie die Vorführung eines brennenden Sofas in einem Zimmer.

 

(Sägen einer Entlüftungsöffnung für Rauch und Hitze an einem nachgestellten Dach.)

 

Soweit ich das mitbekommen habe, ist es sehr üblich in den USA ein Loch in das Dach eines brennenden Wohnhauses zu sägen um anschließend mit dem Überdrucklüfter den Rauch und die Hitze aus dem Gebäude zu blasen. Falls es jedoch keinen direkten Durchgang zwischen Wohnbereich und Dach gibt, kann das auch noch hinten losgehen, weil man das Feuer dann mit Sauerstoff nährt. In unseren Breitengraden wäre das Einsägen des Daches in den meisten Fällen schlicht und einfach nicht möglich, da wir Ziegeldächer mit darunter liegender Isolation haben. In den USA sind unisolierte Holzdächer mit Dachpappe die Regel und diese Vorgehensweise somit durchaus sinnvoll.

 

(Dieser Jeep wurden von den Kollegen in einer Vorführung zerlegt.)

 

Die zweite Vorführung war das Befreien einer verletzten Person aus einem PKW. Routiniert wurde der "Einsatz" abgearbeitet. Wie bereits weiter oben beschrieben, war der Chief der erste an der "Einsatzstelle" (on scene). Die Ergebnisse seiner Erkundung gab er direkt an den Gruppenführer des eintreffenden Fahrzeugs für technische Hilfeleistung weiter. Ganz allgemein sind mir keine großen Unterschiede zu unserem Vorgehen aufgefallen. Lediglich, dass direkt von Anfang an mit zwei Schneidsätzen gleichzeitig gearbeitet wurde. Ein Trupp auf der linken, einer auf der rechten Seite trennten die Fahrzeugsäulen durch. Gemeinsam mit dem Rettungsdienst wurde die verletzte Person anschließend befreit.

 

(Befreien des "Verletzten" aus dem zerlegten Fahrzeug.)

 

Während der Veranstaltung hat der Moderator immer wieder Werbung für die Arbeit in der freiwilligen Feuerwehr gemacht. Jedoch immer mit dem Hinweis darauf wie anstrengend und zeitaufwändig die Arbeit in der Feuerwehr sein kann. Auch eine Art Jugendfeuerwehr gibt es hier. Teilnehmen können Jugendliche ab 14. Mehr konnte ich zu diesem Thema nicht herausfinden.

 

Auf der nächsten und letzten Seite berichte ich über den "Feuerwehrverein" Stony Brook.

 

 

Sonntag, 20. Oktober 2019

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